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Kurzüberblick zur Geschichte der Chorgemeinschaft St. Augustinus 1887.
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Zu Beginn des 19. Jahrhunderts lebten im nördlichen Siegerland nur ganz vereinzelt katholische Familien. Die aufblühende Industrie, der Bahn- und Straßenbau änderten dieses Bild so, dass beispielsweise 1855 immerhin schon in den Bürgermeistereien von Hilchenbach und Ferndorf, mit ihren 37 Ortschaften, 176 Katholiken wohnten, die es erreicht hatten, dass am 09.06.1844 in der Stiftskirche zu Keppel, nach einer Unterbrechung von mehr als 30 Jahren, wieder ein katholischer Gottesdienst stattfand und dieses ab 14.12.1848 zur Regelmäßigkeit wurde. Seit diesem Tag war wieder ein katholischer Geistlicher in der Gemeinde ansässig.
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Die Anfänge …
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In der kleinen Diasporagemeinde Stift-Keppel wurde jedes Jahr zum Augustinusfest, am 28. August, eine Sakramentsprozession rund um die damalige Pfarrkirche, der Stiftskirche in Keppel, durchgeführt. Zur feierlichen Ausgestaltung dieses Festtages übernahm der Gesangverein der Gemeinde Weidenau die kirchlichen Gesänge.
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Um nicht mehr auf die Hilfe aus der Nachbarschaft angewiesen zu sein, gründete eine Gruppe von Männern der Pfarrgemeinde eine Singgemeinschaft, die sich den Namen gab: <Gesangverein St. Augustinus in Stift Keppel>. Dieses wurde am 01.12. 1887 der Öffentlichkeit mitgeteilt. Das war die Geburtsstunde der Chorgemeinschaft St. Augustinus..
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Der Augustinus-Chor im Jahr 1894
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Der Verein gab sich als Aufgabe:
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1. den Gottesdienst durch Aufführung kirchlicher Gesangwerke zu verschönern.
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2. das deutsche Lied zu pflegen.
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3. die männlichen Mitglieder der Kirchengemeinde zu sammeln, um sich religiös und sittlich weiterzubilden.
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Die Pfarrer der Gemeinde wurden gebeten, den Vorsitz zu übernehmen.
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Mitgliedschaft im Cäcilienverband, darum verweigerten die Politiker des 3. Reiches die Aufnahme in den Deutschen Sängerbund.
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Zum 25-jährigen Jubiläum, im Jahre 1912, trat der Gesangverein dem Cäcilienverband der Kirchenchöre bei.
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Die Sänger wollten gerne anlässlich ihres 50jährigen Bestehens dem Deutschen Sängerbund beitreten. Die Politiker des 3. Reiches verwehrten ihnen dies mit der Begündung, dass der Verein zu religiös ausgerichtet sei. Den Sängern wurde ebenfalls untersagt in der Öffentlichkeit aufzutreten.
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Es bedarf der Vogel seines Nestes …
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Über die Schwierigkeiten, immer geeignete Proben- und Gemeinschaftsräume zu finden, schreibt Pfarrer Wilhelm Xaver Müller zum 75. Stiftungsfest.:
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Der Augustinus-Chor im Jahr 1962 zur Feier des 75-jährigen Bestehens des Chors
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" Es bedarf der Vogel seines Nestes und die Taube ihrer Bleibe, und auch der Verein eines Raumes, in dem er sich versammeln kann. Die ersten Jahre stellten eine ständige Wanderung dar zwischen alter Schule, dem Wirtshaus, einem Raum im Pfarrhaus, um dann die Reihe wieder von vorn zu beginnen."
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Nachdem Pfarrer Kochs die Finanzierung gesichert hatte, wurde im freiwilligen Arbeitsdienst das Augustinusheim gebaut und am 30.10. 1932 eingeweiht. Dieses Haus ist auch heute noch Vereinsheim der Chorgemeinschaft und von den Sängerinnen und Sängern besonders wegen der ausgezeichneten Akustik sehr geschätzt.
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Die goldenen fünfziger Jahre.
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Nach dem 2. Weltkrieg, aber besonders Anfang der 1950er Jahre, erhielt der Chor zahlenmäßig mächtig Auftrieb, was sich auch in gesanglicher Leistung niederschlug. Der Verein konnte in dem jungen Dirigenten Theo Arns aus Möllmicke einen fähigen, dynamischen Chorerzieher engagieren. Neben den Auftritten im kirchlichen Raum und bei konzertanten Veranstaltungen konnten die Sänger sehr gute Erfolge bei Wettstreiten in Netphen, Maumke und Altenkirchen erzielen.
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Oekumenische Arbeit in der Chorgemeinschaft, schon Anfang der 1960er Jahre, nach dem Konzil.
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Seit den 1960er Jahre wurden auch evangelische Sängerinnen und Sänger Mitglied der Chorgemeinschaft. Sie fühlten sich in der Gemeinschaft wohl und wurden zu Stützen des Vereins.
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Der Augustinus-Chor bei der Jubilarfeier bei der Firma SMS im Jahr 1981. Das Bild gilt als das Bild zum 100-jährigen Bestehen des Chors, da andere Bilder nicht existieren
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Gründung des Frauenchores und 1. Meisterchortitel des Männerchores.
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Engagierte Frauen der Pfarrgemeinde, die zu Hochfesten gemeinsam mit den Männern einen gemischten Chor bildeten, haben 1967 einen Frauenchor unter dem Dach der Chorgemeinschaft St. Augustinus gegründet.
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Der Frauenchor der Chorgemeinsschaft St. Augustinus
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1971 konnte der Männerchor erstmalig in Wuppertal den Titel Meisterchor im Sängerbund Nordrhein-Westfalen erringen.
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1990 und 1996 wurde diese Auszeichnung dem Chor erneut verliehen.
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Der Frauenchor hat 1984, 1989, 1994, ebenfalls 3x den Meisterchortitel errungen.
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Die Chorleiter Theo Arns, Jens Schreiber, Maurizio Quaremba und Karl-Heinz Ganseuer.
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Chordirektor Theodor Arns aus Möllmicke führte den Männerchor von 1950 bis 2006, mit einer Unterbrechung zwischen 1958 bis 1964, 50 Jahre und den Frauenchor von 1967 bis 2007, 40 Jahre.
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Anspruchsvolle Konzerte, Teilnahme an Leistungssingen sowie eine Vielzahl von Mitgestaltungen in Gottesdiensten haben dazu geführt, dass der Verein in seiner Region einen guten Ruf besitzt und ihm stets eine gute Gesangsqualität bescheinigt wird.
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Musikdirektor Jens Schreiber übernahm die Chorgemeinschaft im Jahre 2007. Er zeichnet verantwortlich für den Männerchor und Gemischten Chor. Eine Probenarbeit im Frauenchor findet seit 2007 vorerst nicht mehr statt.
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Musikdirektor Maurizio Quaremba steht der Chorgemeinschaft seit dem 1. Januar 2009 vor und ist als 1. Chorleiter verantwortlich für den Gemischten Chor wie auch für den Männerchor
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Zur Unterstützung konnten wir ab Anfang 2009 Herrn Karl-Heinz Ganseuer als 2. Chorleiter gewinnen.
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Der Weg der Chorgemeinschaft im nächsten Jahrzehnt.
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Das von Chorleiter Jens Schreiber im November 2007 großartig inszenierte Chorkonzert, in dem u.a. das Requiem von Mozart aufgeführt wurde, gemeinsam mit dem Kirchenchor Hilchenbach und der Südwestfälischen Phillharmonie, zeigte auf, dass die Chorgemeinschaft neben der reinen a-capella Chorliteratur auch instrumental gestütze, wie auch geistliche Literatur unterschiedlicher Epochen in ihr Repertoire aufnehmen will.
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Die Chorgemeinschaft bekennt erneut, dass sie in der Augustinus-Pfarrgemeinde fest verwurzelt ist, sich aktiv am Gemeindeleben beteiligt, verstärkt die Liturgie durch Chor-und Kantorengesänge mitgestaltet und darauf setzt, hier in Zukunft auch ihren Nachwuchs zu gewinnen, wie es der Vorsitzende Günter Schach am 18. März 2008 in einer Eucharistiefeier formuliert hat.
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Die Sängerinnen und Sänger werden seit Neuem regelmäßig von qualifizierten Stimmbildnern auf ihre Aufgaben vorbereitet.
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Februar 2009, Karl-Josef Rump, 2. Vorsitzender
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